Mit großen Erwartungen trat ich die Reise nach Basel an. Zuerst mit dem Auto (danke Papa übrigens nochmal ) nach Salzburg und dann mit dem RailJet über Zürich nach Basel. Vom Hauptbahnhof waren es dann noch 5 Minuten mit dem Taxi, dann war ich bei der Jakobshalle. Sandra und Martin waren so nett und haben schon meine "Boarding-Karte" abgeholt, d.h. ich konnte gleich einmarschieren. Und die Schweizer haben sich wirklich Mühe gegeben...
Formel:
Mit 2 Tagessiegen im Gepäck habe ich mich dann doch auch für die Formel-Klasse genannt, oder besser bin vom Christian Prohaska genannt worden. Mit Martin Holzeis und Christian Prohaska stellte das Team Österreich 3 Starter. Mein F104 war aber lt. TK das einzige Fahrzeug ohne Tuningteile. Umso mehr war ich mit meiner Leistung in den Trainings- und Quali-Läufen zufrieden. Nach den Trainingsläufen wurde dann auch offensichtlich auch das erste mal das Gewicht kontrolliert. Meiner war stark untergewichtig, insgesamt 75gr musste ich nachkleben. Und das ist gar nicht so leicht unterzubringen... Also wurde mir der Lauf gestrichen. Qualilauf 3 +5 liefen super und ich konnte mich auf Startplatz 8 im A-Finale stellen. Leider mußte ich mit meinen Reifen Haushalten, da ich (noch immer) kein Setup mit anderen F104-Reifen gefunden habe, welches fahrbar ist. Zum Glück war die Leute der ARWICO so flexibel und besorgten mir für den Finaltag Bauksatenreifen aus einem Bausatz. Damit war mein Start für die Finale gesichert.
Martin und Christian konnten sich leider nur für's B-Finale qualifizieren. Christian konnte dort vorne mitfighten, Martin hingegen kämpfte mit dem "RUSSIAN-BEAR" um die goldene Ananas. Mit Müh und Not konnte er den letzten Platz vermeiden. Sein Auto war kaum fahrbar, baute viel zu viel Gripp auf und brach dann wieder völlig unvorhersehbar aus.
Im A-Finale dominierte Roman Pichler die Konkurrenz. Der Schweizer peitschte seinen F104W um den Kurs wie kein anderer und vor allem machte er kaum Fehler. Die deutschen Fahrer waren auch ganz gut unterwegs, allerdings mit schmalen F104, die doch ein wenig nervöser reagieren. Mein Formel lief super und ich war sehr zufrieden. Ich konnte mich in jedem Finale steigern und belegte am Ende Rang 7.
Bei der Siegerehrung wurden alle A-Finalisten herausgerufen und mit einem Pokal geehrt. Dabei wurde von Reto bes. mein Fahrzeug erwähnt, da es das einzige reine Baukastenfahrzeug war, welches an der Euro teilnahm und den sehr guten 7. Platz erreichte.
EuroGT:
Zuerst lief es in den Trainings sehr gut. Ich konnte sehr gut mir den Topfahrern mithalten und stand nach den Trainingsdurchgängen auf Platz 4. Aber dann war irgendwie der Hund drin. Ich fuhr sehr unkonstant und konnte den Speed der Trainingsläufe nicht mehr gehen. Im Gegenteil, ich wurde immer langsamer und unkonstanter, ohne einen ersichtlichen Grund finden zu können. Nach dem 5. Vorlauf stand dann fest, dass ich mich nicht für das A-Finale qualifizieren werde können.
Naja, dann halt im B-Finale durchstarten. Denkste. Jetzt ging praktisch gar nichts mehr. Finale 1 und 2 beendete ich jeweils auf dem letzten Platz. Na super. EM und dann Letzter werden, mehr brauch ich nicht.
Zumindest im 3. Durchgang "ruderte" ich mit meinem 417er ins Ziel und konnte den letzten Platz noch abwenden.
Das war wohl nix.
Was mir gefallen hat:
Coole Stimmung
Top Organisation
Strenge, aber korrekte TK
Cooles Team
Mein 7. Platz mit dem Stock.-Formel
Was mir nicht gefallen hat:
Meine Leistung in EuroGT
Die Preise in der Schweiz
Hotel - zweckmäßig, aber so klein, dass ein umdrehen schon zum Problem wird. Ganz zu schweigen, wenn wir da unsere Sachen mitnehmen hätten müssen.